Lernziele

Wir sehen es als unsere vorrangige Aufgabe, Kindern mit unterschiedlichen individuellen und sozialen Voraussetzungen die Möglichkeit und Hilfe zu geben, sich zu mündigen, kritikfähigen, leistungs- und genussfähigen, selbstbewussten, emanzipatorischen, solidarischen, politisch verantwortlichen und tätigen Menschen zu entwickeln.

Eigener Lehrplan

Als Alternativschule mit Öffentlichkeitsrecht gilt für uns ein eigens vom Bundesministerium für Bildung und Frauen genehmigter und anerkannter Lehrplan, der sogenannte „Glocksee-Lehrplan“, in Verbindung mit dem „Differenzlehrplan“, der die Brücke zum öffentlichen Lehrplan bildet.

Dokumentation und Reflexion

Die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung der Kinder wird von uns fortlaufend dokumentiert und bei pädagogischen Teamsitzungen und Klausuren gemeinsam reflektiert.
Diese Dokumentation wird zu den regelmäßigen Gesprächen, die mindestens einmal pro Semester stattfinden, herangezogen. Eltern, Kind und PädagogIn tauschen sich dabei über die Tätigkeiten und Fortschritte des Kindes aus. Dieses Gespräch kann auch zum Erarbeiten von Zielen genutzt werden. Das Gespräch am Jahresende wird in Form einer „direkten Leistungsvorlage“ durchgeführt: Das Kind präsentiert seine Arbeiten und Lernerfolge des vergangenen Schuljahres und der/die PädagogIn kommentiert diese.
Am Ende des Schuljahres gibt es für die Kinder der Primaria und Vorsekundaria dann eine offiziell anerkannte Schulbestätigung über den Abschluss des Schuljahres. Die SchülerInnen der Sekundaria, für die der Wechsel auf eine weiterführende Schule ansteht, werden von uns kompetent auf den Übergang vorbereitet.

Zusätzlich zu den jährlichen Schulbestätigungen werden die Pensenbücher fortlaufend weitergeführt.
Das Pensenbuch ist eine Form der alternativen Leistungsbeurteilung und Entwicklungsdokumentation und bietet eine Übersicht über die Lernziele, die in kleine Einheiten aufgegliedert werden und auch für Kinder und Jugendliche verständlich sind.

Lernziele

In allen Stammgruppen finden regelmäßig soziokratische Kreise statt, wo über die Anliegen der Kinder und der PädagogInnen diskutiert und konsentiert wird. Dabei lernen die Kinder Gesprächskultur, Moderation und aktives Zuhören kennen.
  • Primaria (1.-3. Lernjahr) Zentrale Inhalte sind die Kulturtechniken, die erlernt und so weit gesichert werden sollen, dass sie als Grundlage aller später folgenden Lern- und Erkenntnisprozesse dienen können. Die SchülerInnen sind in Stammgruppen eingeteilt, für die jeweils eine/r der LehrerInnen zuständig ist. Den Schulvormittag verbringen die Kinder überwiegend im Rahmen der Freiarbeit und in der Stammgruppe. Der/die StammgruppenlehrerIn hat den Überblick über den Leistungs- und Entwicklungsstand der Kinder und ist in erster Linie die Ansprechperson für die Eltern. Nach dem dritten Lernjahr wechseln die Kinder mittels eines eigenen, besonderen Übergangsrituals – genannt Walk Away – in den Verband der Vorsekundaria.
  • Lernziele der Primaria
  • Vorsekundaria (4.-6. Lernjahr) Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Materialarbeit in den einzelnen Freiarbeitsbereichen. Sprachen werden mittels Angebote vermittelt und in der Freiarbeit selbstständig geübt und vertieft. Als Kommunikationsbasis werden sie mithilfe kompetenter LehrerInnen praktisch angewendet und so für den tatsächlichen Gebrauch gesichert. Alle anderen Themenbereiche wie musisch-künstlerische, naturwissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Bereiche werden in Präsentationen und fächerübergreifenden Projekten angeboten oder von den Kindern selbstständig erarbeitet. Die Ergebnisse der Projekte werden vor SchülerInnen und PädagogInnen präsentiert. Die Kinder treffen sich weiterhin in ihren Stammgruppen. Die StammgruppenlehrerInnen unterstützen die SchülerInnen regelmäßig bei der individuellen Zielüberprüfung und der Aktualisierung des Überblicks in den Fachbereichen. Am Ende der Vorsekundaria findet ebenso wie in der Primaria ein besonderes, verpflichtendes Übergangsritual (Walk Away) für alle statt.
  • Lernziele der Vorsekundaria
  • Sekundaria (7.-8./9. Lernjahr) Das selbstständige Erarbeiten von Themen und das Aneignen von Inhalten werden noch weiter vertieft. Hierbei kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz (z.B. Sammeln von Informationen, Exzerpieren von Texten, In-eine-Form-Bringen, Präsentieren). In der Freiarbeit gibt es regelmäßige Präsentationen und Angebote in allen Bereichen und die dargebotenen Lerninhalte werden selbstständig geübt. Darüber hinaus sollen die Jugendlichen – in Anlehnung an den Erdkinderplan (ein Erziehungskonzept für Jugendliche von Maria Montessori) – die Arbeitswelt kennenlernen in Form von
    • einwöchigen Praktika in Betrieben der näheren Umgebung (einzeln oder zu zweit)
    • wöchentlichem Kochen für die Nachmittagsbetreuung in Kleingruppen in Begleitung einer/s PädagogIn
    Als Vorbereitung für die Betriebspraktika bieten wir den Jugendlichen „Berufsorientierung“ an. Dieses Angebot beinhaltet auch Exkursionen zu Betrieben, zur Berufsinformationsmesse und ins BIZ (BerufsInfoZentrum). Die Exkursionen werden gemeinsam mit den Jugendlichen geplant, durchgeführt und nachbearbeitet. Zusätzlich engagieren sich die Jugendlichen bei Veranstaltungen der KreaMont (z.B. Weihnachtsmarkt). In den Stammgruppen besprechen die Jugendlichen ihre Angelegenheiten und Vorhaben. Am Ende der KreaMont-Zeit findet ein längerer und freiwilliger Walk Away für die Jugendlichen statt.
  • Lernziele der Sekundaria