Vielfaltsoase Atzenbrugg
KreaMont-SchülerInnen waren mittendrin statt nur dabei
Sonne im Gesicht, Erde unter den Fingernägeln und überall Kinder mit Schaufeln, so begann der gemeinsame Tag in der Vielfaltsoase Atzenbrugg. Schnell wurde klar: Hier wird statt zugeschaut aktiv mitgestaltet. Mit viel Motivation und spürbarer Freude machten sich die Kinder daran, ein Stück Natur neu entstehen zu lassen.
Die Vielfaltsoase entsteht auf einem rund 2.350 Quadratmeter großen Ackerstreifen am Ortsrand von Atzenbrugg. Dort, wo bisher intensiv bewirtschaftete Felder das Bild prägen, wächst nun Schritt für Schritt ein neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Das Projekt wird gemeinsam von engagierten Vereinen, Schulen und der Bevölkerung umgesetzt und durch die Initiative „Blühende Gemeinden“ unterstützt.
Ein Stück Natur auf 2.350 Quadratmetern neu entstehen lassen.
KreaMont SchülerInnen gestalten nachhaltig Natur
Schaufel raus und los gehts
Mitten auf dem Feld entwickelte sich Schritt für Schritt ein besonderer Lebensraum. Es wurde gegraben, geschleppt, gehämmert und gebaut und das mit beeindruckendem Einsatz. Entstanden sind dabei eine Käferburg aus Holz, die künftig zahlreichen Insekten Unterschlupf bieten soll, ein liebevoll gestaltetes Insektenhotel, ein Steinhaufen als Sonnenplatz für Reptilien sowie ein kreativ gestaltetes Schild, das auf das Projekt aufmerksam macht.
Die geschaffenen Strukturen sind kein Zufall, sondern Teil eines durchdachten Konzepts. Neben Käferburgen und Steinhaufen entstehen hier auch Blühflächen, Hecken und Lebensräume, die speziell Arten wie Feldhamster oder Rebhühner unterstützen sollen.
Dass manche Holzstücke schwerer waren als gedacht und der Boden nicht immer leicht nachgab, tat der Motivation keinen Abbruch. Im Gegenteil, gemeinsam wurden auch die anstrengenderen Aufgaben mit viel Einsatz gemeistert
Gemeinsam geht alles leichter
Besonders schön zu beobachten war das Zusammenspiel der Kinder. Während einige gruben und schleppten, kümmerten sich andere um die Gestaltung, bereiteten Materialien vor oder brachten kreative Ideen ein. Jede und jeder fand eine Aufgabe und genau dieses Miteinander machte den Tag zu etwas Besonderem.
Insgesamt sind rund 120 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen der Region an dem Projekt beteiligt. Dieses gemeinsame Arbeiten macht die Vielfaltsoase nicht nur zu einem Naturraum, sondern auch zu einem echten Gemeinschaftsprojekt.
Lernen mitten in der Natur
Neben der praktischen Arbeit wurde auch deutlich, warum dieses Projekt so wichtig ist. Die Vielfaltsoase soll ein Lebensraum für viele Tiere werden, die in unserer Landschaft oft keinen Platz mehr finden. Gerade in intensiv genutzten Agrarflächen fehlt es häufig an Rückzugsorten und Nahrung für viele Arten.
Hier entsteht nun bewusst ein vielfältiger Raum, der nicht nur Lebensraum bietet, sondern auch als Lernort dient. Kinder können die Entwicklung über längere Zeit begleiten, beobachten und verstehen, wie Natur funktioniert und wie alles miteinander zusammenhängt.
Müde, dreckig und richtig stolz
Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. Es wurde gelacht, gejausnet, ausprobiert und manchmal auch einfach kurz innegehalten und die Sonne genossen. Am Ende des Tages waren alle ein wenig müde und staubig, aber vor allem zufrieden.
Mit der Pflanzung erster Bäume und dem Aufbau der Strukturen wurde ein wichtiger Grundstein gelegt. In den kommenden Monaten und Jahren wird sich die Fläche weiter entwickeln und zu einem lebendigen Ort der Artenvielfalt wachsen.
Die Vielfaltsoase wird nun weiterwachsen und sich entwickeln. Und eines ist sicher. Die Kinder haben hier sichtbar wunderbare Spuren hinterlassen. Vielleicht zieht schon bald der erste Käfer in die neu gebaute Burg ein.
Die Vielfaltsoase wird nun weiterwachsen und sich entwickeln. Und eines ist sicher. Die Kinder haben hier sichtbar wunderbare Spuren hinterlassen.